Kohle und Stahl – war einmal!

1957 begann mit dem Sputnik-Satelliten das Zeitalter der Raumfahrt. Für die Niederlande gewinnt Corry Brokken mit dem Titel „Net als toen“ den Eurovision Song Contest, der Film „Die zwölf Geschworenen“ und das Musical „West Side Story“ wurden uraufgeführt. Die europäische Wirtschaftsgemeinschaft galt mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge als gegründet und die „Rheinischen Stahlwerke zu Meiderich bei Ruhrort“ produzieren tonnenweise Spezialroheisen.

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Foto: Wolfgang Wiebold

1957 entstanden vor allem im Ruhrgebiet unversehens große Haldenbestände an Kohle. Das Geschäft mit der Steinkohle stockte, viele der zahlreichen Bergwerke förderten im Überfluss, dass Zechensterben begann im Januar 1959 in Hattingen, als die Zeche Lieselotte schloss. Im gleichen Jahr wurde die Förderanlage Friedrich Thyssen 4/8 in Duisburg-Hamborn mit dem Nebenschacht Wittfeld komplett aufgegeben. Es begann eine andauernde Krise in der Montanindustrie, die in den kommenden Jahrzehnten zu Schließungen von Zechen, Hochöfen und Stahlwerken führte. In 2018 endet die Förderung der Steinkohle im Ruhrgebiet mit der Schließung des Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop.

1957 gehörte die Montanindustrie zum wichtigsten Broterwerb der Menschen im Revier. Mit dem Beginn der Kohlekrise schürten sich die Ängste vor einer ungewissen Zukunft für die Menschen im Revier. Die Existenzgrundlage von Millionen Menschen war gefährdet. Höhepunkte erreichte dieses Zechensterben immer wieder zwischen 1963 und 1975.

Marion Falkowski 02

Foto: Marion Falkowski

Auch heute noch, 59 Jahre nach dem Eintritt der Kohlekrise und der erfolgten Umstrukturierung einer ganzen Region, zeugen Spuren von der Vergangenheit und dem Strukturwandel.

2016 – In einer einzigartigen Ausstellung mit über 160 Bildern zeigt die IG RuhrPOTTFotografie das Ruhrgebiet, den „Ruhrpott“, mit seinen vielen Facetten. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – Montangeschichte, Industriekultur und die Moderne zeigen ein interessantes und so einzigartiges Ensemble. Über 210 Fotos der einstigen Montanindustrie, den Menschen und den Stadtlandschaften aus dem vergangenen Jahrhundert in schwarzweißer Vielfalt rundet die Ausstellung ab, die am 11. und 12. Juni 2016 auf der Messe „Photo+Adventure“ im Landschaftspark Duisburg-Nord gezeigt wird. Wir freuen uns auf Ihren Besuch zwischen 10.00 und 18.00 Uhr.

 

 

Wiebold - Montan-21

Foto: Wolfgang Wiebold

Michael Leuschner 01

Foto: Michael Leuschner

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Foto: Barbara Schmidt

 

 

 

 

 

 

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Foto: Andreas Paehge

 

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Foto: Paul Kim

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Foto: Claudia Weller

Thomas Langhans

Foto: Thomas Langhans

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Foto: Dirk Walther

Dirk Walther 02

Foto: Dirk Walther

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Foto: Frank Brill

 

Grüne Hauptstadt Europas 2017

European Green Capital 2017

Bereits zum dritten Mal trafen sich heute die Projektteilnehmer der IG RuhrPOTTFotografie, um die Fotoprojektplanung der bisher vorgelegten Ideen voran zu treiben. Es wurden mehr Ideen eingebracht wie anfangs erwartet. Die Entwürfe, die alle in der Gruppe besprochen wurden, fanden reges Interesse.

Zur Information: Die Europäische Kommission hat der Stadt Essen am 18. Juni 2015 den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017/ European Green Capital 2017“ verliehen. Mit dem Titel wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt. Die Gewinnerstadt nimmt eine Vorreiterrolle beim umweltfreundlichen städtischen Leben ein und hat somit eine Vorbildfunktion für andere Städte.

Für die Fotoprojekte wurden von der IG RuhrPOTTFotografie Konzepte entwickelt, die dem Planungsbüro bei der Stadt Essen vorgelegt werden. Die Frist hierfür verstreicht am 31. März 2016.

Die Projektteilnehmer organisieren sich fortan in der Projektgruppe „Grüne Hauptstadt Europas Essen 2017“. Bis zum 30. Juni 2016 entscheidet das Projektteam bei der Stadt Essen über die vielen unterschiedlichen Themen, um 2017 ein abwechslungsreiches und nachhaltiges Programm anbieten zu können. „Im Sinne von Teilhabe und Kooperation ist die Mitwirkung der Zivilgesellschaft ein zentrales Anliegen der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017““. Dem folgen wir gern und haben entsprechende Projektvorschläge zu den Themen

  • Meine Wege in die Stadt
  • Mein Leben zwischen den Flüssen
  • Mein Grün
  • Mein Einkauf
  • Meine Zukunft

vorbereitet.

Interesse an diesem Projekt? Dann senden Sie eine Mail an tt@ig-ruhrpottfotografie.de.

RuhrPOTTBlenden in der Villa Rü

Die IG RuhrPOTTFotografie lud am Sonntag, 6. März 2016 ab 15.00 Uhr zur Vernissage in die Villa Rü ein. Zwölf Fotografen zeigen auf drei Etagen 75 Bilder zum Thema „RuhrPOTT“.

Lobby

 

Zugang zur Aula

Empore

 

SCHWARZ-WEISS-GALERIE

Treppemhaus

 

Ca. 200 Freunde, Förderer, Galeristen, Fotografen, und Interessierte, die den Einladungen und Presseberichten zur Ausstellung u.a. in der WAZ und in den RuhrNachrichten folgten, konnten zur Vernissage in der Villa Rü begrüßt werden. Die Ausstellungseröffnung fand sowohl beim breiten Publikum wie auch bei den Vertretern der ruhrländischen Kunst und Kultur reges Interesse.

Thema von Rossini Classic

Den Klängen zu einem Thema von Rossini folgte der Willkommensgruß von Torsten Thies. Auch Werner Settels vom Bürgerzentrum richtete einige nette Worte an die Gäste. In geselliger Atmosphäre, untermalt mit klassischer Musik, fanden interessante und aufschlussreiche Gespräche statt. Positiv überrascht waren alle Beteiligten über die hohe Anzahl fachkundiger Gäste.

Publikum im Eingangsbereich Torsten Thies, Werner Settels

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie in der Gallery. Die Ausstellung kann in der Villa Rü, Girardetstraße 21 in 45131 Essen (Rüttenscheid) bis zum 4. Juni 2016 besucht werden. Die Kernöffnungszeiten sind werktäglich von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr und am Wochenende von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

 

Ausstellende Fotografen
Torsten Thies • Marion Falkowski • Dirk Walther • Carsten Deckert • Rüdiger A. Tiede • Claudia Weller
Markus Johst  • Astrid Lange • Frank Brill • Jörg Hastrich • Kerstin Ostendorf • Markus Jens Herre