Wie finde ich die passende Digitalkamera für mich? Teil1

Diese Frage hat sich jeder schon einmal gestellt. Man hat gefühlte tausende Testberichte gelesen und ist kein Stück schlauer. Ist in dutzende Geschäfte fahren um die Verzweiflung in den Augen des Verkäufers zu sehen, wenn man sich dann doch nicht entscheiden kann. Man hat Personen im Bekanntenkreis angesprochen, um sich stundenlange Geschichten anzuhören, welches Schnick und welches Schack an seiner Kamera so toll ist und warum er nur diesen Hersteller empfehlen kann, nur um beim Nächsten den man fragt, das genaue Gegenteil zu hören.

Auch ich hab mir diese Frage gestellt. Bei mir war dieser Zeitpunkt gekommen, als ich an einem Workshop auf Texel teilnahm und mit meiner damaligen Bridgekamera von Panasonic (FZ50) an technische Grenzen stieß (mögliche Blendeneinstellungen, Speicherzeit der Bilder im RAW-Format, Reaktionszeiten, Fokuspunkte, etc.). Ich war bis zu diesem Zeitpunkt sehr zufrieden mit der Kamera, da sie eine sehr große Brennweite abdeckte, man auch in Räumen noch ohne Stativ und Blitz fotografieren konnte und relativ klein und handlich war.

Ich möchte nun denen helfen, sich für eine Kameraklasse zu entscheiden, die gerade ebenfalls vor dieser Aufgabe stehen. In mehreren Teilen werde ich die einzelnen Kameraklassen vorstellen, welche grundlegenden Funktionen möglich sind, Tipps geben welche Fragen man klären sollte und welche Entscheidung man treffen muss. Ich möchte hier nicht den Hersteller x oder das Model y empfehlen, da die Entscheidung bei jedem etwas anders ausfallen wird, aber ich werde die möglichen Kriterien aufzeigen.

Damit man die Kameras untereinander vergleichen kann, muss man nicht nur die Bedeutung einiger Begriffe, sondern auch deren Existenz kennen, im ersten Teil möchte ich daher einige wichtige Begriffe möglichst einfach aus der Sicht eines Fotoneulings erklären.

Megapixel (MP)

Ähnlich einem Mosaik besteht auch ein Digitalfoto aus einzelnen Bildeinheiten bzw. Pixeln, mit der MP Anzahl wird angegeben aus wie viel Millionen Pixeln das Bild besteht. Die Megapixelzahl wurde in der Anfangszeit der Digitalkameras als Qualitätsmerkmal angesehen. Da sich gleichzeitig auch die Kameras und die verarbeiteten Komponenten stark weiterentwickelten wurde dieser Eindruck noch verstärkt.

Sobald man aber das untere Segment (1-6 MP) verlässt ist ein Unterschied von einem Megapixel kaum noch spürbar, ab hier sind die restlichen Komponenten, wie Bildsensor, Objektiv, Lichtstärke ausschlaggebender. Eine hohe Megapixelzahl kann sogar hinderlich sein, z.B. dann wenn der Sensor zu klein ist, wird hierdurch die Bildqualität abnehmen, da sehr gleichförmige Flächen ohne Detailtiefe entstehen oder die Speicherzeit der Bilder sehr lang wird.

Blendenwerte (F-Stop-Wert/Blendenzahl = Brennweite : Durchmesser Objektiv)

Eine Kamera ist grundsätzlich ein Kasten mit einem Loch durch das Licht einfällt, mit der Blende kann man die Lochgröße in Bezug zur Brennweite verändern und somit den Lichteinfall und die Tiefenschärfe regeln. Je kleiner die Zahl ist, umso geringer ist die Blende geschlossen oder anders gesagt, je kleiner die Zahl, umso mehr Licht wird durchgelassen.

Je nach Objektiv wird evtl. beim Zoomen die kleinste mögliche Blende beeinflusst, ein Wert von z.B. F 2.8 – 5.6 bedeutet, ohne Zoom ist die kleinste Blende, die man verwenden kann = 2.8 und bei max. Zoom 5.6. Nicht nur nach unten, sondern auch nach oben ist die Blendenzahl begrenzt, bei einigen preiswerten Kompaktkameras ist schon ab Blende 8 oder 9 Schluss, was bei starkem Sonneneinfall Probleme bereiten kann.

ISO-Werte (ISO/IOS = Int. Organization of Standardization)

Der Begriff ISO hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt, wobei dieser eigentlich eine Mischung von ASA + DIN ist und beschriebt die Lichtempfindlichkeit des Filmes oder in diesem Fall des Fotosensors. Die Lichtempfindlichkeit kann in Stufen verändert werden (100, 200, 400,…) hochwertigere Kameras erlauben auch Zwischenschritte und ISO-Werte von über 12.800. Je kleiner der Sensor, je geringer die Lichtempfindlichkeit des Objektives oder je schlechter die Lichtverhältnisse sind, desto größer wird auch das entstehende Bildrauschen bei hohen ISO-Werten.

Mehr zu den Begriffen wie, Verschlusszeit, Zoomfaktor, Objektiv, Reaktionszeiten, Dateiformaten und Speichermedien im 2. Teil.

Lost Places

Eher via Zufall wurde vor einigen Jahren mein Interesse an der Lost-Place-Fotografie geweckt. Damals war ich noch ein absoluter Neuling in Sachen Fotografie und Blitzdingsen von Personen, Orten und Gegenständen. Da die (damals noch ausschließlich als Hobby betriebene) Fotografie es ständig darauf auslegte, die Geduld meines Kontos anzutesten, waren Mittel für Studioequipment und Miete dementsprechend eher spärlich gesät. So kam es, dass ich mich nach anderweitigen Shooting-Locations umsehen musste, welche natürlich auch eine spannende Atmosphäre bieten sollte, um meine zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhandenen Erfahrungen als Fotograf ein wenig zu vertuschen.

Somit habe ich meine anfänglichen Kontakte zu anderen Fotografen genutzt und mich gemeinsam mit ihnen auf die Suche nach geeigneten Plätzen begeben. Jedoch war deren Hilfe für das Auffinden meines ersten Lost Places gar nicht nötig, da ich zum damaligen Zeitpunkt beruflich in Duisburg ansässig war und in der unmittelbaren Umgebung auf den ehemaligen Güterbahnhof aufmerksam wurde (den Meisten von Euch dürfte dieser aufgrund der Tragödie der Love Parade bekannt sein, welche 2 Jahre nach meiner Entdeckung folgte). Zur Zeit meiner Entdeckung war der Bahnhof auch noch nicht wirklich abgesperrt, so dass ein Zutritt ohne weiteres möglich war.

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Schnell war ich wie gefesselt von der Leere, dieser Ruhe vor Ort und all den Gedanken und Fantasien, welche urplötzlich in mir empor kamen. Wie viele Leute hier wohl gearbeitet haben müssen? War dieser Bahnhof – nicht zuletzt aufgrund der Größe des Duisburger Hafens – der größte Güterumschlagplatz? Was mögen all die Mitarbeiter gedacht und wie mögen sie empfunden haben, als es zu der Schließung des Bahnhofs kam? Was war überhaupt der Auslöser dafür? Zu wenig Transportbedarf? Zu hohe Kosten? Fragen über Fragen, welche zum Teil noch heute unbeantwortet geblieben sind.

So wurde nach und nach mein Interesse an verlassenen Orten immer intensiver, da an diesen Orten ja zumeist auch ein Teil unserer Geschichte geschrieben wurde. Wenn man sich nun etwas länger mit dieser Materie auseinander setzt, so wird man feststellen, dass so vieles wie gewohnt auch eine Kehrseite der Medaille hat. Denn wie sich die meisten von Euch sicherlich vorstellen können, sind die Grundstücke, auf denen sich alte Bauruinen befinden, zu gut 95% Eigentum von Privatpersonen, Kommunen, Ländern oder wie auch immer. D.h. das Betreten der Gebäude und Gelände ist in den meisten Fällen nicht wirklich legal. Allerdings bewegt man sich hier häufig in einer Art Grauzone. Hierauf möchte ich aber gerne in einem späteren Blogbeitrag zurück kommen, da ich hier und heute gerne erstmal erzählen möchte, was mich an der Lost Place Fotografie so reizt. Für all diejenigen, bei denen ich schon jetzt das Interesse geweckt habe, sein gesagt: Bitte informiert Euch vor Eurer ersten Lost-Place-Tour dringend, worauf Ihr Euch gesetzlich sowie gesundheitlich einlasst, da viele dieser Orte mitunter ein gewisses Verletzungspotential mit sich bringen.

Nun aber zurück zum eigentlichen Hintergrund dieses Berichts.

Wenn man sich einmal anschaut, wie wenig unsere heutige Generation eigentlich über die Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg weiß, finde ich es schon ein wenig erschreckend. Gerade aufgrund der Exportstärke Deutschlands im Rahmen der Industrialisierung finde ich es sehr schade, dass viele Dinge unerzählt bleiben und für unsere Nachkommen größtenteils auch nicht zugänglich dokumentiert werden. Gerade aus der Brille des Ruhrgebiets fällt schnell auf, dass viele Zechen, von denen uns unsere Eltern und Großeltern erzählen, jüngst dem Erdboden gleich gemacht wurden. Nur wenige Fördertürme, Kokereien und Zechengelände konnten sich bislang gegen den Wandel erwehren und sind heute ein Sinnbild der Historie des Kohlenpotts.

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Ich hatte vor einiger Zeit noch das Glück, kurz vor der Sprengung den Förderturm von Schacht 7 auf Schlägel und Eisen fotografisch dokumentieren zu können. Diesen gibt es somit nun auch nicht mehr. Ich bin damals selbst in einer Wohnsiedlung aufgewachsen, welcher die Zeche Wolfsbank weichen musste. Um nun aber irgendwann auch meinen potentiellen Nachkömmlingen erzählen und zeigen zu können, wieso das Ruhrgebiet auch als „Kohlenpott“ bezeichnet wird, begehe ich hin und wieder ausgestorbene Zechengelände und versuche, so viele Eindrücke wie eben möglich digital festzuhalten.

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Natürlich gibt es aber neben den Zechen auch noch weitere Industrieruinen, welche Geschichten aus der damaligen Zeit erzählen, oder aber auch teilweise nur noch erahnen lassen. Viele dieser teils bereits durch Vandalismus zerstörten Bauwerke ziehen allerdings wie bereits zu erahnen leider auch andere Interessenten an, welche durch Kupferdiebstahl, Graffitis oder Alkohol- und Drogenmissbrauch oftmals die Anwohner in den umliegenden Gebieten beunruhigen und diese dazu veranlassen, die Polizei zu rufen. Diese Umstände erschweren es leider immer häufiger, geschichtsträchtige Orte für unsere Nachwelt auf Bildern festzuhalten. Auch gibt es leider Gottes mittlerweile eine Zahl an Fotografen, welche neu entdeckte Lost Places nach ihrer Begehung verwüsten, damit folgende Fotografen diese Orte nicht mehr ausreichend und angemessen dokumentieren können. Folglich werden auch leider die Fotografen, welche den historischen Sinn in der Lost-Place-Fotografie sehen, nicht mehr so häufig geduldet, wie noch vor einiger Zeit. Jedoch werde ich mich von dieser Art Menschen nicht beirren lassen und auch weiterhin mein Möglichstes geben, diese teils mystische Magie für die Ewigkeit bildlich festzuhalten. Dieses werdet Ihr in kommenden Blogs sicherlich feststellen. Zum Abschluss noch ein paar weitere Bilder von Orten, welche ans Ruhrgebiet angrenzen. Aufgrund des Codex unter den Lostplace-Fotografen werden allerdings ebenso wie in diesem Beitrag auch zukünftig keine Adressen, Koordinaten oder ähnliches verraten, um den Erhalt dieser besonderen Orte nicht zu gefährden.

 

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Extraschicht 2014 – Eine Tour, vier Orte

Die Extraschicht 2014 bestritt ich mit zwei Mitgliedern der IGRuhrPOTTFotografie, die mich spontan gefragt hatten, ob ich bei ihnen mitfahren wollte. Gesagt, getan, und so fanden wir Drei uns am frühen Abend am Wattenscheider Bahnhof ein, wo unsere Tour begann. Erster Halt war das rewirpowerSTADION des Fußballvereines VFL Bochum.

Als wir um kurz vor 17.30 Uhr dort eintrudelten, herrschte noch gähnende Leere im und um das Stadion herum. Nachdem wir schließlich am hinteren Eingang einige Extraschicht-Volunteers trafen, wurden wir jedoch von ihnen wieder zurück zu dem Eingang geschickt, bei dem wir geparkt hatten. Dort wurde die Schlange hinter uns binnen kurzer Zeit immer länger. Als schließlich gegen 18 Uhr die Menge hineingelassen wurde, staunten wir nicht schlecht, dass von der anderen Seite – also dort, wo wir weggeschickt wurden – nun auch eine Menschenmasse in das Stadion strömte. Das Interesse am Rundgang durch die Katakomben war also riesig. Im Hinterhof des Stadions staute sich die Menge dann noch einmal ganz schön, da immer nur rund 15 Personen in die „Katakomben“ gelassen wurden.

Extraschicht 2014 - Beleuchteter Gang im rewirpowerSTADION

Extraschicht 2014 – Beleuchteter Gang im rewirpowerSTADION

Zum Glück ging es bei leichtem Nieselregen relativ zügig voran. Allerdings war der eigentliche Rundgang durch die Katakomben, der die Gästekabine, Vereinskabine, Presseraum, Warteraum und den beleuchteten und teilweise wie einen Grubenschacht gestalteten Gang in Richtung Fußballplatz (den man jedoch leider nicht betreten durfte) sowie Café umfasste, auch nicht sonderlich spektakulär. Wir hatten uns bei der Bezeichnung „Führung durch die Katakomben“ doch etwas mehr erhofft – z.B. auch die technischen Räume besichtigen zu können.

So waren wir jedenfalls recht schnell durch mit der ersten Station. Eigentlich hatten wir geplant, im Anschluss an den Stadionbesuch direkt zum Feuerwerk auf Zeche Ewald zu fahren. Aber da wir nun noch sehr viel Leerlauf hatten, entschieden wir uns kurzerhand, zuvor noch einen Zwischenstopp beim Chemiepark Marl einzulegen. Dort angekommen hatten wir – womöglich das erste und letzte Mal an diesem Abend – Glück und bekamen die letzten drei Plätze für die Busrundfahrt um 20.30 Uhr.

Die Fahrt begann äußerst vielversprechend: Ein ehemaliger Mitarbeiter gab einige wissenswerte und zum Teil durchaus komplizierte Dinge zum Chemiepark zum Besten, während der Bus langsam durch die riesige Anlage fuhr. Leider wurde die Fahrt dann durch ein kotzendes Kind, das, wie der Teufel so will, direkt neben mir saß, jäh – Achtung Wortspiel – unterbrochen. Nachdem das Kind sich erst im Bus und dann draußen komplett entleert hatte (O-Ton der Mutter: „Das hat er noch nie gemacht. Aber er hatte eben erst Bratkartoffeln“), ging es zügig zum Zwischenstopp, einem leerstehenden ehemaligen Bürohaus auf dem Gelände. Mit ächzenden Aufzügen, die laut Aussage des Ex-Mitarbeiters trotz des Leerstands noch regelmäßig gewartet werden, ging es in die neunte Etage, von wo aus man einen grandiosen Rundumblick auf den gesamten Chemiepark hatte. In einem waren wir Drei uns sicher einig: Wie gerne hätten wir von hier oben Fotos gemacht. Leider war das Fotografieren im gesamten Chemiepark Marl nicht erlaubt, was wirklich sehr, sehr schade war, denn die vielen verzweigten kleinen und großen Rohre, Tanks und komplexen Gebäude boten eine Vielzahl möglicher Motive.

Nach einigen weiteren informativen Erklärungen zum Chemiepark, ging es wieder hinunter und zum Bus, wo der Busfahrer inzwischen die Bratkartoffeln – oder besser: das, was davon übrig war – weitgehend beseitigt hatte (Kommentar von ihm hierzu: „Jetzt bin ich erstmal satt!“). Wir waren heilfroh, nach der Rückfahrt zum Startpunkt, den Bus verlassen zu können!

Eigentlich konnte der Abend jetzt nur noch besser werden. Oder? Nunja, wie man es nimmt. Dritte Station war, wie bereits oben angedeutet, die Zeche Ewald in Herten, wo wir das Feuerwerk von der Halde Hoheward aus fotografierten.

Extraschicht 2014 - Feuerwerk auf Zeche Ewald

Extraschicht 2014 – Feuerwerk auf Zeche Ewald

Frühzeitig erklommen wir die Halde ein Stück weit, um einen möglichst guten Blick auf die beiden Fördertürme zu haben, zwischen denen das Feuerwerk hochgehen sollte. Kurz vor 22 Uhr rasten – ohne großartige Ankündigung – noch einige Fahrradfahrer in Lichter-Outfits die Halde herunter, so dass wir gezwungen waren unsere schön eingestellten Kameras und Stative vom engen Weg wegzunehmen, damit sie nicht von den Bikern über den Haufen gefahren wurden.

Kurze Zeit später startete dann das mit allerlei Musik untermalte Feuerwerk, doch so ganz erfüllte das Feuerwerk unsere Erwartungen nicht. Ein Großteil der Effekte wurde nämlich nur auf dem Boden gezündet. Die vielen Fontänen und Kreisel in Bodennähe sorgten jedoch für so viel Rauch, dass die wenigen Knaller, die über der Zeche gezündet wurden, im Rauch, der Dank völliger Windstille gar nicht abzog, beinahe untergingen. Zu allem Überfluss wurde auch noch die Beleuchtung der beiden Fördertürme weitgehend heruntergefahren, so dass es doch einiger fotografischer Kniffe bedurfte, wenigstens ein paar halbwegs ansehnliche Fotos zu schießen.

Nach dem – aus fotografischer Sicht – doch etwas enttäuschenden Feuerwerk ging es dann zu später Stunde noch schnell zum Nordsternpark in Gelsenkirchen, wo wir uns die tolle Lasershow im Amphitheater anschauten.

Extraschicht 2014 - Lasershow im Nordsternpark

Extraschicht 2014 – Lasershow im Nordsternpark

Wenigstens hier wurden wir nicht enttäuscht und die effektvolle Vorführung inklusive einiger Pyro-Effekte und einer Tanz-/Akrobatikeinlage entschädigte ein wenig für unsere Erlebnisse an den ersten drei Standorten. Abschließend wurde noch die schön bunt beleuchtete Zeche Nordstern abgelichtet, bevor wir uns auf die Heimreise machten.

Letztlich kann man wohl sagen, dass unsere Tour im Rahmen der Extraschicht 2014 genauso war, wie der Ruhrpott selbst: Nicht perfekt, aber vielseitig, farbenfroh und voller unerwarteter Erlebnisse. ;) In diesem Sinne: Bis zum nächsten Jahr!

Extraschicht 2014 - Beleuchtete Zeche Nordstern

Extraschicht 2014 – Beleuchtete Zeche Nordstern

Die Wiege der Ruhrindustrie …

stand in welcher Stadt? Wisst Ihr`s?

Ein paar Tipps gebe ich Euch:

Am 18. Oktober 1758 wurde auf dem heutigen Gebiet dieser Stadt ein 9m hoher Hochofen angeblasen. Also gut 30 Jahre vor der französischen Revolution.

Die Grundmauern des über 250 Jahre alten Gebäudekomplexes wurden von 2006 bis 2008 in der ersten industriearchäologischen Grabung Europas durch den Landschaftsverbandes Rheinland und des LVR-Industriemuseums namederstadt freigelegt. Die Anlage kann heute besichtigt werden.

Das Nachfolgeunternehmen dieser Erz verarbeitenden Produktionsstätte mit dazugehöriger Gießerei und Formerei existiert noch heute. Es ist die MAN SE.

Benannt wurde die Stadt nach einem Schloss. Gebaut an einem Handelsweg an einer Furt über die Emscher. Die Emscher war damals noch kein offener Abwasserkanal, sondern ein natürlicher frei mäandernder Fluss.

International bekannt ist das Festival für Kurzfilme, dass seit 1954 jährlich stattfindet.

Es gibt in dieser Stadt einen Veranstaltungsort, den einzigen, in dem Christo zweimal ausstellte.

Auf einem alten Hüttengelände wurde in den 1990er Jahren ein großes Einkaufszentrum gebaut. Die „Neue Mitte namederstadt “ .

Es gibt auch weniger bekannte Ecken in dieser Stadt, in der ich seit meiner Geburt lebe. Schöne Ecken, interessante Ecken und schöne und interessante Ecken! Und zwei davon möchte ich Euch gerne in meinem ersten Post für die IG Ruhrpott Fotografie zeigen.

Ich denke, ihr wisst längst um welche Stadt es sich handelt. Klar, Oberhausen ist die Wiege der Ruhrindustrie!

Starten wir in der „alten Mitte“ von Oberhausen. Dem Friedensplatz. In Sichtweite des Bahnhofs und der Hauptpost liegt der Friedensplatz mit seinen direkten Anliegern:

  • Amtsgericht

  • Polizeipräsidium

  • Das Europahaus mit Wohnungen, Geschäften und einem Hotel

Allesamt wunderbare Gebäude, erbaut in unterschiedlichen Baustilen.

Amtsgericht Oberhausen

Amtsgericht Oberhausen

 

Europhaus und Brunnen mit Schwanenskulptur

Europhaus und Brunnen mit Schwanenskulptur

Oberhausen, Wiege der Ruhrindustrie

Oberhausen, Wiege der Ruhrindustrie

An der Attika des Hans Böckler Berufskolleg befindet sich der Schriftzug:

Oberhausen, Wiege der Ruhrindustrie“

Für die Freunde der Nachtfotografie bzw. der blauen Stunde habe ich einen Geheimtipp. Die Schleuse Oberhausen: Es muss ja nicht immer der Gasometer sein, nicht wahr ;-)

Schleuse Oberhausen

Schleuse Oberhausen

Schleuse Oberhausen mit Selfie. Die blaue Stunde hatte ich an diesem Tag leider verpasst.

Mehr Bilder, Tipp`s, Geschichten und ein wenig Geschichte rund um Oberhausen und das westliche Ruhrgebiet demnächst hier: Bei der IG Ruhrpott Fotografie!

Habt Ihr Anregungen, Bemerkungen oder Hinweise zu diesem Artikel? Dann ran an die Tasten!

Die Leiden eines Admin… Teil 1

Erstentwurf

Was kommt denn nun, werdet ihr euch fragen. Nun kommt eine kleine Rubrik der allgemeinen Beschreibung, Reflexion, Vorkommnisse, Missverständnisse, Selbstkritik und Hindernisse, die ein Admin einer Facebookgruppe so über sich zu ergehen lassen hat…! ;)

Mal mit einem ironischen, mal mit einem lachenden und mal mit einem tränenden Auge möchte ich versuchen, für Admins und deren Entscheidungen eine Bresche zu schlagen und vielleicht anderen dadurch ein paar Tipps zum Leiten einer Gruppe an die Hand zu geben.

Wie jedes gute Märchen, beginnt auch dieses mit: „Es war einmal … eine Idee!“

Die Idee, eine Gruppe zu gründen, die den Kohlenpott im Sucher hat, um gemeinsam zu Fotografieren… Gesagt, getan! Bei Facebook was Passendes eingestellt und loslegen, denkste…!

Erst einmal Facebookgruppenanlagen verstehen und begreifen! So ist es z.B. sehr spannend, fest zu stellen, dass, wenn ich als Admin einer Gruppe, jemanden in meinem persönlichen Account geblockt habe, auch in der Gruppe keinerlei Beiträge dieser Person mehr sehen kann, diese allerdings auch meine Kommentare und Fotos und Veranstaltungen nicht sehen können, was die Arbeit in einer solchen Gruppe sehr erschwert…! Hello Mr. Zuckerberg, … please! Man hat sich auf Gedeih und Verderb auf dieses Netzwerk eingelassen und muss nun alle drei Monate umdenken, weil ständig was geändert wird! Na ja, wenigstens bleibt man im Kopf flexibel, wenigstens ein Trost!

So, nun hast du es geschafft, du bist am Ziel und hast die Gruppe gegründet, eingestellt und wartest auf Mitglieder! Hmm, scheinbar uninteressant! Niemand hat Interesse, keine neuen Mitglieder, außer denen, die du aus deinem Bekanntenkreis diktatorisch und fremdbestimmt hinzugefügt hast! 75% von denen haben dir einen Vogel gezeigt und sind wieder ausgetreten… Na Klasse!

Also zunächst mit den verbleibenden zehn Mitgliedern etwas machen… Ihr merkt schon, mit Fotografie, hat das wenig zu tun! Die verbleibenden zehn haben dann auch eigentlich keine Zeit und wollen lieber nur konsumieren und etwas vorgesetzt bekommen!

Man ist mächtig gefrustet und ich habe mich dann entschlossen, die Gruppe erst einmal wieder ein zu stampfen.

Doch da war ja noch die Idee…!  Gefrustet habe ich dann erst einmal ein halbes Jahr lang Zuflucht bei irgendwelchen Fototreffs, Fotogruppen, Fotointeressierten gesucht und an einem VHS-Fotokurs teilgenommen. Im Grunde habe ich also nichts anderes getan, als analoges Networking zu betreiben!

… und dann war da immer noch die Idee! Doch wie es mit der weitergeht erfahrt ihr in den nächsten Wochen…!

Glück Auf!

Torsten

Photo+Adventure 2014

Die Photo+Adventure 2014 war für uns ein voller Erfolg.
Hier nur kurz, was wir gemacht haben: Tages- und Nachttouren über das Gelände, Workshops zum Thema Langzeitbelichtung, Tages- und Nachttouren zu den Landmarken der Umgebung und natürlich unsere Ausstellung „RuhrpottBlenden“!

In den nächsten Tagen gibt es hier immer wieder mal einen Bericht von einer unsere Aktionen.
Anfangen möchte ich mit unserer Ausstellung „RuhrpottBlenden“. Alle, die während der Messe nicht die Zeit gehabt haben, unsere Ausstellung zu besuchen,  können die ausgestellten Fotos online anschauen. Wir haben für unsere Ausstellungen eine gesonderte Galerie geschaffen. Hier könnt ihr sie finden: http://www.ig-ruhrpottfotografie.de/gallery/
Die Sammelausstellung „RuhrpottBlenden“ ist das Ergebnis vieler Fotografen unserer Gruppe, mit dem Ziel, unseren geliebten Pott ins rechte Licht zu rücken und den Besuchern eine Möglichkeit zu bieten, die Vielfalt des manchmal nur einseitig als ehemalige Industrieregion wahrgenommenen Landschaftraum nach zu spüren und das Spannungsfeld der verschiedenen Realitäten des Potts sichtbar zu machen.

Das Schöne an dieser Ausstellung ist, dass es eine dynamische sich ständig ändernde Ausstellung ist, da sich sowohl die ausstellenden Fotografen ändern können, als auch die ausgestellten Motive. So bleibt die Ausstellung überraschend, spannend, wechselhaft und vielseitig.

Es kommt nie Langeweile auf!
Viel Spaß beim Betrachten unsere Galerie!

Glück Auf!
Torsten Thies

Das Fenster

Haldensaga Teil 1 – Halde Gotthelf

Überall im Ruhrgebiet gibt es Halden – manche davon sind sehr imposant, andere vielleicht weniger eindrucksvoll. Doch eins haben alle gemeinsam: Die Halden des Ruhrgebiet sind nicht auf natürliche Weise entstanden, sondern durch Abraum und Schutt, der beim Bergbau anfiel, aufgeschüttet worden.

In der Vergangenheit wurde viel daran gesetzt, die ehemals kargen, trostlosen Halden in ansehnliche Naherholungsgebiete umzuwandeln. Weit über das Ruhrgebiet hinaus bekannt sind beispielsweise berühmte Landmarken wie der Tetraeder auf der Halde Beckstraße in Bottrop oder die begehbare „Achterbahn“ Tiger & Turtle auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Duisburg.

Einige Gruppenmitglieder der IGR wollten jedoch auch mal die ein oder andere etwas unbekanntere Halde kennenlernen. Daher starteten vier Mitglieder am 19. Oktober 2013 bei sonnigem Herbstwetter die erste Foto-Tour im Rahmen unserer „Haldensaga“. Geplant sind nämlich noch weitere Touren, bei der jede unter einem bestimmten Motto stehen soll.

Ausblick von der Halde Gotthelf

Ausblick von der Halde Gotthelf

Bei der Vielzahl der Halden im Ruhrgebiet standen wir natürlich vor der Frage: Mit welchen fangen wir an? Im Rahmen unserer ersten Halden-Tour beabsichtigten wir daher, zunächst die nördlichste, die südlichste, die westlichste und die östlichste Halde des Ruhrgebietes zu besteigen. Um es gleich vorwegzunehmen: Dieses ehrgeizige Ziel, Halden aus allen vier Himmelsrichtungen zu besuchen, konnten wir am Ende des Tages nicht erreichen. Aber der Reihe nach…

Start unserer Tour war in Essen Rüttenscheid. Von dort aus ging es am Morgen zunächst zur 42m hohen Halde Gotthelf im Dortmunder Stadtteil Hombruch. Bei der Halde Gotthelf handelt es sich um eine Spitzkegelhalde, eine Halde der ältesten Generation, die trotz ihrer geringen Grundfläche recht hoch und auch besonders steil aufgeschüttet wurde.

Im Jahr 2001 wurde die Halde etwas abgeflacht und steht seitdem jederzeit der Öffentlichkeit als Naherholungsgebiet und Aussichtsplattform zur Verfügung. Da die Halde Gotthelf weitgehend sich selbst überlassen wurde, ist sie sehr üppig bewachsen. Die Sicht von den Aussichtsplattformen auf den beiden Gipfeln der Halde ist demnach nicht in alle Richtungen gleich gut. Dennoch lassen sich markante Bauten wie Phoenix West mit dem Hoesch-Gasometer, der Florianturm, das Westfalenstadion des BVB, die Universität Dortmund und viele andere Bauten gut erkennen. Der Abraum der Halde Gotthelf, die im Volksmund auch den Beinamen „Hombrucher Alpen“ trägt, stammt übrigens aus der Zeche Glückauf Tiefbau, in der es auch einen Schacht Gotthelf gab, nach dem die Halde benannt wurde.

Ausblick von der Halde Gotthelf auf Phoenix West mit dem Hoesch-Gasometer

Ausblick von der Halde Gotthelf auf Phoenix West mit dem Hoesch-Gasometer

Nachdem wir uns doch relativ lange auf der Halde Gotthelf aufgehalten und viel fotografiert haben, stiegen wir wieder hinab um zur östlich gelegenen Halde Sachsen in Hamm zu fahren. Welche Überraschung wir dort erlebten, lest ihr im nächsten Blog-Eintrag über unsere Haldensaga Teil 1.

Quelle: Informationen zur Halde Gotthelf von ruhrgebiet-industriekultur.de

TNT (Torstens next Topmodel)

Im Bereich der Model- und Peoplefotografie arbeite ich in erster Linie auf T(ime) F(or) P(ictures)-Basis. Hierbei geht es mir meisten um das Erproben von Techniken, besondere Lichtsets und – tests oder das Ausprobieren von Geräten, oder im allgemeine um das Verbessern meiner Fähigkeiten. Diese Shootings werden dann meistens in den bekannten Communities im Internet wie Facebook, Modelkartei oder Model One ausgeschrieben um Profi- wie Hobbymodels oder die, die es gerne werden wollen, für einen solchen Job zu gewinnen!

Meistens steht mir allerdings Helga zur Seite und zur Verfügung. Helga ist einfach ein super, klasse Model, man könnte mit ihr Pferde stehlen und jedwede Beschreibung trifft auf sie zu. Helga ist genügsam, mach kein Tamtam, egal bei welcher Kleidung, angezogen wie ausgezogen gibt sie eine mega gute Figur ab. Es gibt kein Gemecker, egal bei welcher Pose oder bei welcher Verrenkung. Sie ist nicht überkandidelt und freut sich über jedes Foto. Helga hat noch einen großen Vorteil: Sie wurde noch nicht durch sämtliche Bildbearbeitungsprogramme genudelt und totgeklopft. Wie gesagt, Helga freut sich über jedwedes Foto und arbeitet immer kostenlos aus Spaß an der Freude, mit Payshootings kann sie nichts anfangen. Helga macht jeden Mist mit und das Schöne ist, sie sagt nicht: „ Hey, sag mal, was soll ich machen?“ – „Wie so´ne Pose? Kann ich nicht!“ –  „Das sieht blöde aus, das mache ich nicht!“ – „Sag mir gefälligst, wie ich gucken soll, du bist ja schließlich der Knipser!“ Helga erträgt alles mit stoischer Ruhe und ich sage jedes Mal ein herzliches “Danke“ zu meiner Schaufensterpuppe!

Viel Wahres in süffisanten Worten!

Was erwarte ich eigentlich von einem Model?  Zumindest das was ich und viele meiner Hobby- und Berufsfotografenkollegen verfolgen, wenn wir viel Arbeit, Zeit und Mühe in die Verbesserung unserer eigenen Qualität stecken, um bessere Fotos zu produzieren. Das erwarte ich von einem Hobbymodel, was mehr als einmal vor einer Kamera stehen möchte!

Was viele Models und auch manche Fotografen nicht bedenken, ist eigentlich, dass ein Model 50% eines Fotos ausmacht, ein gutes Model kann bis zu 80% zu einem guten Foto beitragen. Somit ist auch nachvollziehbar, dass ein noch so guter Fotograf, kein gutes Foto kreieren kann, wenn das Model keine Fähigkeit mitbringt. Dann ist nicht mehr drin, als ein Passfoto oder eine Standardaufnahme.

Aber mal ganz im Ernst, liebe Models, wir wollen doch beide mehr oder?

(Vorgenanntes gilt nicht für Payshootings! Wenn ich ein Model bezahle, dann erwarte ich, Fähigkeiten, die schon 60%-80% meines Fotos ausmachen und wenn ich von einem Kunden bezahlt werde, ist es klar, dass wir nicht erst wochenlang Ausdruck und Geste üben können. Der Kunde zahlt für Zeit und Fotos und der Fotograf macht das Beste draus, weil es sein Job ist und weil er es kann!)

 Ich weiß es ist schwierig, gerade am Anfang! „Wo soll ich meine Hände lasen?“ „Wie soll ich gucken?“ „Wie sehen meine Beine aus?“ „Was muss ich machen?“ Jedes Einsteigermodel kämpf mit diesen Fragen und vielen anderen. Ich möchte Euch hier ein paar Tipps an die Hand geben, wo Ihr evtl. wissenswertes im Netz findet. Was man evtl. zu Hause üben kann.

Mir geht es dabei eigentlich um vier wichtige Bereiche:

  • Mimik
  • Pose
  • Make-up/Frisur
  • Kleidung

Die beiden erstgenannten sind mir am Wichtigsten, die zwei letztgenannten sind ebenfalls wichtig, doch möchte ich hier nur kurz darauf eingehen!

Was die Kleidung angeht, werdet ihr immer eine Absprache mit dem Fotografen treffen, ihr solltet einen entsprechenden Fundus haben, da nicht jeder Fotograf eine eigene Kleiderkammer besitzt. Ihr solltet immer ein paar Lieblingskleidungsstücke mithaben, weil man sich darin sehr wohl fühlt.

Make-up und Frisur, nun da wird es schwieriger. Ich finde es immer Schade, wenn Hobbymodels auf ihren Sedkarten immer das gleiche Makeup auflegen. Hier erwarte ich eigentlich schon, dass man unterschiedliche, einfache Makeups selbst hin bekommt. Zwei Stunden mal eine professionelle Visagistin buchen und sich von ihr einiges zeigen lassen wäre nicht schlecht und empfehlenswert.

Mimik und Pose sind zusammenhängend zu betrachten. Das erste, was ich von einem erfahrenen Fotografen lernen durfte, war der Satz: „Jede Pose hat Auswirkung auf die Mimik und Mimik unterstützt die Pose!“  … und es stimmt, jede Streckung oder Drehung des Kopfes hat Auswirkung auf die Gesichtsmuskulatur!

Doch, wie gesagt, da möchte ich anderen den Vortritt lassen, die mehr Erfahrung in dem Bereich haben.

Als erstes möchte ich hier auf was Analoges verweisen, ein paar Bücher in denen es um das Posen geht:

Weitere Möglichkeiten findet ihr zu Hauf im Internet. Wenn ihr die entsprechenden Worte in eure Suchmaschinen eingebt, werdet ihr tausende von Einträgen finden, allein im deutschsprachigen Bereich. Ich möchte hier nur ein paar anfügen:

Wer im Netz sucht, wird auch viel finden…!

Eine Anlaufstelle, die ich sowohl Fotografen als auch Models ans Herz legen möchte, ist die Fotografin Mary Duprie, setzt allerdings Englischkenntnisse voraus! Wer dann gut zuhören und hinschauen kann, wird sicher viel Wissen mitnehmen können!

http://photographingmodels.com/modelinghowtovideos/modelinghowtovideo/

So und nun freue ich mich auf das nächste Shooting …!

Glück Auf!

Torsten Thies

Glückauf, Blog der IG-RuhrPOTTFotografie!

„Glückauf“ oder „Glück Auf“ hallte es jahrzehntelang durchs Ruhrgebiet, da ein Großteil der hier lebenden Menschen im Bergbau tätig war. „Glück Auf“ ist der Gruß der deutschen Bergleute und entstand im 16. Jahrhundert im Erzgebirge. Der Gruß ist die Kurzform für „Ich wünsche dir Glück und tue einen neuen Gang auf!“ Dieser Gruß drückt eigentlich aber zwei Wünsche und Hoffnungen der Bergleute aus. Zum einen eine neue Erzader zu finden und entsprechend auf zu tun, damit man sein Auskommen am Ende eines Arbeitstages hat, da man früher keine geologischen oder technischen Hilfsmittel zum auffinden solcher Adern hatte und zum anderen den das ein jeder, der in den Berg geht auch wohlbehalten wieder zurück kommt!

In diesem Sinne wünsche ich unserem Blog viel Erfolg und das jeder was davon mitnehmen kann!

Glückauf, IG-RuhrpPOTTFotografie!

Titelbild des Kindermusicals Tuishi Pamoja der Gemeinde St.Pankratius aus Oberhausen

Tuishi Pamoja: Kindermusical in Oberhausen

Heute Nachmittag, also am 18. Mai 2014, durfte ich als Fotograf eine begeisterte Schar junger Menschen dabei beobachten, wie sie das Kindermusical Tuishi Pamoja im Gemeindehaus der Gemeinde St. Antonius Oberhausen aufführten. Aber ich möchte vorne anfangen.

Pünktlich um 16:30 fand ich mich also in dem mittlerweile vollkommen überfüllten Gemeindesaal ein. Kinder und Eltern hatten sich mittlerweile an die vielen Plätze im Saal gesetzt, vorne war eine große Bühne aufgebaut und davor gab es zum Glück noch Sitzkissen auf dem Boden. Dafür, dass das „nur“ ein kirchliches Musical war, wurde technisch und musikalisch echt einiges aufgefahren. Wie auch schon in den Jahren zuvor habe ich mir einen anderen Sitzplatz ausgesucht, diesmal nahm ich erneut in der ersten Reihe zwischen den Kindern Platz mit dem Ziel die Bilder aus einer etwas jüngeren Betrachterperspektive zu schießen.

Übrigens: Wer von euch mehr von solchen Events hat, soll mir bitte früh genug bescheid sagen! Das macht tierisch Spaß und wenn man dann noch die zufriedenen Kinder sieht, kann man nur zufrieden sein!

Handlung des Stücks Tuishi Pamoja

Zu viel darf ich hier ja nicht mehr verraten, sonst lohnt es sich für dich, lieber Leser, nicht mehr Tuishi Pamoja selbst zu sehen, daher werde ich nur kurz Anreißen, wo drum es in dem Stück geht.

In der afrikanischen Savanne befinden sich seit vielen Generationen Giraffenfamilien und Zebrafamilien, welche von Vorurteilen über die andere Sippe so gespickt sind, dass die Familien weder mit einander reden, noch einander wirklich Beachtung schenken. Ein junges Zebra und eine junge Giraffe interessieren sich jedoch für einander und sind neugierig und werden für diese Neugierde von ihren eigenen Sippen ausgelacht. Nachts, als beide sich von zuhause wegschleichen, treffen Sie wie durch einen Zufall wieder aufeinander und alles scheint gut, wäre da nicht noch dieser große Löwe mit den noch größeren Zähnen…

Das Musical war wirklich Klasse! Sicher, es gab ein paar kleinere Macken und Aussetzer, was in meinen Augen aber zu vernachlässigen ist, immerhin haben hier Kind und Jugendliche ganze Arbeit geleistet! Ich würde es mir sofort noch einmal anschauen.
Ich vermute, dass es auch im kommenden Jahr wieder ein Musical geben wird, immerhin es Tuishi Pamoja mittlerweile das 3. Musical, dass ich von den Kindern und Jugendlichen der Kirchengemeinde St. Pankratius ( einem Zusammenschluss mehrerer Kirchengemeinden )

Technische Informationen zu Kamera und Bildbearbeitung

Ich weiß ja, dass der Eine oder Andere massives Interesse an den technischen Spielereien hat, mit denen ich fotografiert habe. Ich persönlich bin überhaupt kein großer Freund davon alles nur auf die Technik zu schieben, aber auch dem Wunsch möchte ich gerne nach kommen. Meine Kamera ist eine Canon Eos 60D mit einem EFS 15-85mm mit UltraSonic und ImageStabilizer. Also etwas gehobeneres, aber bei Weitem nicht das Beste, was es für Geld auf dem freien Markt zu kaufen gibt. Da ich kein Freund großer Bildmanipulation bin, habe ich mit Adobes Lightroom nur die Auswahl betimmt, manchmal ein wenig aufgehellt und hier und da einen anderen Ausschnitt verwendet. Große Fotomanipulationen habe ich nicht vorgenommen.

Mir ist bewusst, dass ich von den Fotografen eher als Anfänger zu sehen bin, wenn ihr daher Verbesserungsvorschläge zur Bearbeitung, Bildsetzung oder technischen Verwendung für mich habt, einfach raus damit =).

 

Natürlich habe ich nicht nur die im Beitrag verwendeten Bilder vom Musical Tuishi Pamoja gemacht, sondern noch eine ganze Menge mehr. Meine eigenen Bilder kann man hier betrachten: foto.bbnetz.eu

Fotografie- Erlebniswochenende mit typischem Ruhrpottflair

In 3 Monaten ist es schon soweit – vom 13. bis 15. Juni findet im Landschaftspark Duisburg-Nord die  „Photo+Adventure“, die Foto-, Reise- und Outdoormesse erstmals in Deutschland statt. Das einzigartige Messekonzept können wir in attraktiver und absolut stilechter Location präsentieren. Wir bieten euch über 70 Fotoworkshops und Seminare im Verlauf der drei Tage an, das sind mehr als 280 Stunden fotografische Weiterbildung für Fotografen aller Niveaus! Alle vom Fotoeinsteiger bis zum auch „alten Hasen“ finden an diesem Wochenende zahlreiche Möglichkeiten vor, von Profis zu lernen und ihre Techniken zu verbessern. Für spezielle Outdoor-Seminare nutzen wir natürlich die besonders attraktive Location des Landschaftparks Duisburg-Nord, die sich ja förmlich mit ihren zahlreichen Möglichkeiten aufdrängt. Geboten werden unter anderem Sport- und Actionfotografie, Naturfotografie oder die (nächtlichen) Fotowalks, bei denen uns die IG RuhrPOTT Fotografie so hervorragend unterstützt. Renommierte Fotografen wie Gianluca Colla, Jasper Doest, Dieter Schonlau, Thomas Bredenfeld, Firat Bagdu, Uli Staiger und viele mehr halten Seminare und Workshops und geben Euch wertvolle Tipps. Abgerundet wird das Event der Fotografie mit den Messethemen Reisen und Outdoor. Ein aufwändiges Rahmenprogramm mit insgesamt etwa 100 Programmpunkten bestimmt den bunten Festivalcharakter des Messe-Events. Multivisionsshows, Tauchen, Slacklining, Klettern im Hochseilparcours und Klettersteiggehen, und natürlich diverse Attraktionen für Kinder – langweilig wird es bei uns garantiert nicht. Ausprobieren, Erleben, Neues erfahren, Mitten-drin-sein – das erlebt ihr an diesem Wochenende auf der Photo+Adventure im Landschaftspark Duisburg-Nord.

Besonders freuen wir uns, dass die IG RuhrPOTT als Programmpunkt die Landmarkentour anbietet – das Ruhrpott-Highlight unserer Veranstaltung! Das macht noch einmal besonders deutlich machen, dass wir alle Pott-Kinder sind und unsere Heimat lieben, daher präsentieren wir auch voller Stolz eure ausgewählten, hochwertigen RuhrPottblenden aus der Region. So kann einem einmaligen Erlebniswochenende mit richtigem Ruhrpott-/Heimatflair nichts mehr im Wege stehen. Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid!

Weitere Infos gibt es hier: www.photoadventure.eu

oder unter facebook.com/PhotoAdventureDE

Wir sehen uns!

Das Photo+Adventure-Team

Bildgrößen und ihr Sinn: Warum wir verschiedene Größen brauchen!

Als Informatiker, der ich nun mal bin, fällt mir immer wieder negativ auf, dass im Internet jeder Zweite Bildgrößen ohne Bedacht verwendet. Das liegt in den meisten Fällen überhaupt nicht daran, dass es den Nutzern egal ist, sondern, dass sie einfach nicht wissen wann man welche Größe verwendet und warum man das tut.

In diesem Blogeintrag werde ich auf das Thema Bildgrößen eingehen. Schon in wenigen Wochen wird ein weiterer Folgen, welcher das Thema Bildtypen und MetaInformationen behandeln wird.

Was genau bedeuten diese Zahlen 800×600 eigentlich? Heut zu Tage sollte jeder Wissen, dass sich digitale Bilder, gleich ob am Fernseher oder am Computerbildschirm aus Bildpunkten, sogenannten Pixeln bestehen. Und genau diese Bildpunkte werden bei 800 mal 600 beschrieben. 800 in der Breite, 600 in der Höhe.

Die allermeisten Grafiken der Moderne liegen ausschließlich in bestimmten Abmessungen vor. Nur wenige sind so genannte Vektorgrafiken, die aus Mathematischen Vektoren bestehen und daher theoretisch unbegrenzt skaliert werden können. Das aber nur am Rande, tun wir mal so, als würden diese gar nicht existieren.

Welche Verwendungszwecke habe ich?

Wenn man Bilder im Internet verwendet, muss man sich mehrere Frage stellen. Eine der ersten und wichtigsten ist: Was habe ich mit dem Bild vor? Der Faulpelz in uns würde sich einfach ein Bild der größt-möglichen Auflösung nehmen und auf den verschiedenen Plattformen hochladen. Aber bleiben wir mal bei den Fakten, nämlich was wir wirklich brauchen.

Ein Bild bei Facebook wird in der Regel in der Timeline, also dem mittleren Bereich mit Nachrichten eurer Freunde angezeigt. Nach einem Klick wird es größer und wird auf einer Größe bis zu 1600 Pixeln Breite und 700 Pixeln Höhe vergrößert. Dennoch ist es hier in der von euch hochgeladenen Größe runterladenbar. Jetzt ist die Frage, was ist euer Ziel? Wollt ihr euren Freunden und Followern imponieren? Braucht ihr dafür wirklich Bilder mit 5 MegaPixeln oder reicht es, wenn ihr auf die maximal Größe von Facebook geht, da mehr nicht angezeigt wird?

Und Twitter? Bei Twitter ist es Grundsätzlich genau so, allerdings ist die Größe der Bilder auf Maximal 1200 Pixel Breite und 600 Pixel Höhe beschränkt.

Bei Bilderdiensten wie 500px, deviantArt, Flicker sieht es da allerdings anders aus. Hier werden durchaus Bilder auch mal im Vollbild angezeigt, die Zielgruppe ist nicht der Betrachter, der sich berieseln lassen möchte, sondern auch der Fachkunde, der sich wirklich mit Bildern auseinander setzen möchte. Dargestellt werden die Bildgrößen Grundsätzlich ebenfalls bis (meistens) 1600 Pixeln Breite, allerdings ist hier eine größere Version manchmal Sinnvoll. Allerdings nicht ohne Nach zu denken. Bilder bis 200px in der Breite sind auch hier schon als Groß anzusehen.

Hinweis: Auch wenn ich die Modelkartei zu den Bilderdiensten zähle, würde ich hier eine Breite von 750px und eine Höhe von 900px nicht überschreiten, da sonst der Server der Modelkartei anfängt euer Bild zu bearbeiten und die Qualität meist schlechter ist als eure eigene.

Das Model möchte auch einen Abzug haben, klar, aber in welcher Größe? Soll er / sie in der Lage sein das Bild irgendwo in voller Größe hochzuladen, oder ist es grunsätzlich nur fürs eigene Portfolie benötigt? Oder soll es als A4 Print gedruckt werden? Macht euch darüber Gedanken, hier gibt es keine Lösung aus der Dose!

Nicht zu vergessen, dass diese Größen für Anzeigen am Computer ausgelegt sind. Am Tablett oder am Handy ist alles viel kleiner.

Wer kann was mit meinem Bild machen?

Facebook und Twitter räumen sich zum Beispiel selbst ein eure Bilder für verschiedene eigene Zwecke zu verwenden. Welche das im Detail sind, das weiß ich nicht, da sich hier die Quellen trennen. Einen interessanten Beitrag dazu findet man auf dem GalileoPress Blog: Blende 8.

Je besser euer Bild von der Qualität her ist, desto leichter ist es natürlich für diese Anbieter euer Bild für die eigenen Zwecke zu verwenden.

Eure Bilder können ungefragt in Präsentationen eingebettet, in verschiedene Printmedien eingebettet werden oder für YouTube Videos verwendet. Ohne, dass ihr gefragt werdet, einfach, weil es möglich ist.

Ich selbst lade gerne große Bilder von DeviantArt Accounts und verwende sie privat als Desktop Hintergründe. Das ist total nett, dass es angeboten wird, allerdings finde ich sehr viele Bilder auch so im Internet, dass ich mir Poster selbst drucken kann und nicht auf die deutlich teureren Fertigdrucke zurück greifen muss. Macht euch nicht den eigenen Markt kaputt.

Reicht die Auflösung eurer Bilder für solche Dinge nicht, habt ihr nichts zu befürchten, ihr seit zu klein. Wer wirklich etwas möchte, wird sich schon bei euch melden.

Persönliche Empfehlung der Bildgrößen

Heut zu Tage teilt man Bilder auf so vielen verschiedenen Kanälen, dass es nicht möglich ist pro Kanal ein Bild anzulegen. Auch mit Lightroom und automatisierten Schritten ist es viel zu viel Arbeit, daher bleibe ich bei den meisten Anbietern bei Folgendem:

Maximale Bildgröße: 1200px mal 800px

Wenn ihr eine andere Standardgröße habt, und ich meine nicht die Originalgröße eures Bildes, die wie oben beschrieben nicht ganz so gut ist, schreibt doch bitte einen Kommentar. Der Austausch ist mir wichtig!

Und wie geht es hier weiter? Das hängt von euch ab. Zum einen ist ein Artikel über Bildtypen in Planung, zum anderen würde ich kurze Tutorials zum Verändern der Bildgröße mit verschiedenen Programmen, zum Beispiel Photoshop, Lightroom, Gimp oder von euch gewünschten Bildern anbieten. Und natürlich bin ich auch bereit euch ein wenig mit den verschiedenen Lizenzen vertraut zu machen, unter die ihr eure Bilder setzen könnt.
Schickt mir einfach eine Mail oder schreibt entsprechenden Kommentar.