Photo + Adventure 2015 – Ein Rückblick!

Auch in diesem Jahr waren wir erneut ein Bestandteil der Photo + Adventure in Duisburg, die wieder – wie auch zukünftig – am 2. Juni-Wochenende (13.06.2015 – 14.06.2015) stattgefunden hat. Und wie im Vorjahr war es auch dieses Mal ein voller Erfolg. Es haben sich viele neue Kontakte aufgetan und wir konnten einigen Menschen eine Freude bereiten.

Zum einen mit unserer Ausstellung „Ruhrpottblenden“, bei der immer wieder neue Künstler und neue Bilder dabei sind, als auch mit unseren Fotowalks am Tag und in der Nacht, sowie mit den Landmarkentouren. Außerdem wurde dieses Jahr am Sonntag ein Pudershooting von uns angeboten. Das war ein echter Hit, denn auf einmal liefen auf dem Gelände ein paar Schlümpfe herum.

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Foto: Sandra Wagner

Es wird in den nächsten Tagen sicherlich noch einiges über die diesjährige Photo + Adventure zu berichten geben. Denn wir waren ja mit vielen Aktionen dabei.

Ich berichte erst einmal über unsere Ausstellung. Es handelt sich bei der Ausstellung „Ruhrpottblenden“ um eine thematisch relativ offene und dynamische Ausstellung mit immer wechselnden Bildern und auch immer wieder anderen Künstlern. Dadurch bekommen Besucher stets neue Eindrücke aus dem Ruhrpott zu sehen und nur aus dem Ruhrpott. Jeder hat dabei seine ganz eigene Sichtweise, so schaut sich der eine lieber die verlassenen Industriegelände an, der nächste blickt vielleicht lieber durch eine Kristallkugel und der nächste versucht vielleicht durch Einsatz von buntem Licht dem ganzen etwas Farbe zu verleihen. Auch mit dabei sind natürlich die klassischen Ansichten von Zechen oder anderen berühmten Wahrzeichen unserer Heimat oder auch die schöne Natur, die hier trotz des Großstadtflairs vielerorts vorzufinden ist.

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Foto: Marion Falkowski

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Foto: Photo + Adventure, aufgenommen mit dem Megaview Hochstativ Fotomast

Und wer es noch nicht kennt, sollte sich unbedingt mal die „Jahrhunderwurst“ ansehen. Das Bild wird langsam berühmt. Es hat sogar eine Platzierung beim Fotowettbewerb „Heimat“, der seitens der Photo + Adventure organisiert wurde, geschafft! Und das soll schon was heißen!

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Foto: Marion Falkowski

Wer die Ausstellung verpasst hat, kann in unserer Galerie zumindest noch online vorbei schauen. Das ist zwar nicht ganz so toll, wie die Atmosphäre auf der Messe und gedruckt wirken die Bilder auch viel besser, aber so gewinnt man vielleicht einen Eindruck, was man verpasst hat und sich daher für das nächste Jahr vielleicht mal vormerken sollte. Oder man merkt sich einen der nächsten Ausstellungstermine vor… Einfach auf der IGR-Homepage den Reiter Termine aufrufen und mal schnuppern.

Wer sich für uns als Gruppe interessiert, kann neben unserer Homepage auch unsere Facebook-Gruppe besuchen. Dort kann man sich kennenlernen, austauschen und sich zum gemeinsamen Fotografieren verabreden. Nebenbei gibt es auch die Möglichkeit unser offenes Monatstreffen an jedem 2. Donnerstag im Monat im Unperfekthaus in Essen zu besuchen. Die Termine werden sowohl auf der Homepage als auch in der facebook-Gruppe veröffentlicht. Also viel Spaß beim Stöbern!

Glück auf!

Photokina 2014: Kleines Fazit

Nachdem nun die platten Füße, die geschwollenen Knie und der schmerzende Rücken wieder den Normalzustand erreicht haben, möchte ich kleines persönliches Messefazit der Photokina für mich ziehen!

Foto: Michael Leuschner // Photokina 2014

Foto: Michael Leuschner

Fachmesse Photokina, die alle zwei Jahre stattfindet, ist für mich mittlerweile keine Fachmesse mehr, sondern entwickelt sich zu einer Konsumermesse! Man erwartet von einer Fachmesse, die dann auch nur alle zwei Jahre stattfindet, Innovationen, Neues, leider Fehlanzeige und wenn man sich den Markt mal betrachtet, stellt man fest das die einzelnen Firmen mittlerweile das ganze Jahr über Neuerungen einführen und nicht mehr speziell auf eine Fachmesse warten.
Es stellt sich die Frage, ob die neue, vermeidlich bessere, suggerierte Technik wirklich das bessere Foto macht, oder aber ob es nur was ist, um den Verkauf von neuen Produkten zu fördern und wir uns natürlich auch verführen lassen …!

Als pentastischer Mensch durfte ich auch dieses Jahr wieder feststellen, dass seitens der Zubehörlieferanten und Objektivherstellern Richo/Pentax weiterhin stiefmütterlich behandelt wird.

Foto: Sandra Wagner // Photokina 2014

Foto: Sandra Wagner

Auch hatte ich dieses Jahr das Gefühl, das weniger Aussteller auf der Messe vertreten waren, als in den vergangen Jahren. Doch wenn ich mich an vergangenen Messen zurückerinnere muss ich auch feststellen, dass es dieses Jahr gefühlt erheblich weniger Besucher gab! Da es Tage gab wo man angedrängt durch die Hallen laufen konnte. Früher undenkbar!
Worauf ich diese Jahr mein Augenmerk gelegt hatte waren die Bildpräsentationen, Ausstellungen und Workshops, sowie das analoge Networking …!

Im Bereich Bildpräsentationen schreitet die Entwicklung in Windeseile voran und ich muss sagen was Epson, Fuji und Co im Bereich hauseigener Drucktechnik präsentierten war Klasse. Der Bereich der Bilderhersteller zeigt auf, dass das gedruckte und ausbelichtet Foto doch nicht tot ist und wir nicht immer nur auf einen schnöden Monitor starren wollen um eine schönes Foto an zu schauen! Die zu bedruckenden Materealien, lassen, wenn man es dann auch finanzieren kann, Herzen höher schlagen.

Foto: Sandra Wagner  // Photokina 2014

Foto: Sandra Wagner

Eines meiner liebsten Dinge, gerade auf der Photokina, war und ist immer wieder sich die Fotoausstellungen an zu schauen, sie können inspirierend sein und zeigen doch auch, dass der Weg zu einem guten Foto nicht weit ist und man selbst nicht mehr weit vom Ziel entfernt ist. Maßstab für gute, überragende Fotografie, in den vergangenen Jahren, war die Leica-Galerie. Wie gesagt … in den vergangenen Jahren und war …! Dieses Jahr fragte ich mich bei dem einen und anderen Ausgestellten, ob man nur einen Namen als Künstler haben muss um hofiert zu werden, Preise und Förderungen ab zu stauben. Es waren teilweise Fotos mit eine bescheiden Qualität aus gestellt, welche ich nie für eine Ausstellung ausgesucht hätte, weil mein Qualitätsanspruch eine anderer ist! Bei der Hälfte der ausgestellten Künstler und Fotografen hätte die meisten in der IGR locker mithalten können.

Schön fand ich, das man Anja Niedringhaus (* 12. Oktober 1965 in Höxter; † 4. April 2014 in Banda Khel)  einen besonderen Platz eingeräumt hat. Ihre Ausstellung macht bewusst, dass viele, die mit Fotografie ihr Geld verdienen, ihr Leben riskieren um mit ihren Fotos auf Notlagen, Missstände, Grausamkeiten und vielem mehr aufmerksam zu machen … ich ziehe, vor diesen Mädels und Jungs, meinen Hut …!

Die angebeteten Stars der Fotoszene durften mit Ihren Workshops und Vorführungen nicht fehlen und so musste man sich mit Menschenmassen einen Platz vor den entsprechenden Bühnen teilen wie all die Jahre zuvor, doch auch hier gab es Licht und Schatten.

Foto: Sandra Wagner

Foto: Sandra Wagner

Was mir diese Jahr sehr viel Spaß gemacht hat war das analoge Networking, sich mit Fotografen unterhalten und Bekannte treffen und gemeinsam zu Fachsimpeln mit tollen Ergebnissen für die IGR!

Foto: Michael Leuschner

Foto: Michael Leuschner

Lohnt sich eigentlich ein Besuch der Photokina?
Trotz meiner recht negativen Anmerkungen muss ich trotzdem sagen JA, auch ich werde 2016 wieder mit den Hufen scharren und mich auf und in die Messe stürzen.

Warum?
Wegen der Fotos, der Szenestars, den netten Gesprächen und, und, und …!

Glückauf Köln bis 2016!
Torsten Thies